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Kalte koreanische Nudel-Rindfleischsuppe mit Birne und Gurke

kalte koreanische Rindfleisch-Nudelsuppe mit BirnenManchmal fügt sich, und wenn auch nur im ganz Kleinen, alles auf wunderbare Weise zusammen. Und noch während ich das schreibe, bin ich erschüttert über den anmaßenden Pathos dieser Worte angesichts der Banalität der Tatsache, dass der Ort dieses Sich-Zusammenfügens eine Suppenschale ist und das alles gerade mal aus diesem Dreierlei besteht: 1. wir befinden uns momentan in dem kurzen Zeitfenster, wo es Gaishirtle gibt, diese kleinen, süßen, saftigen Birnchen, bei denen ich vor lauter Freude über ihr Erscheinen immer vergesse, dass sie nicht lange halten und so immer mehr kaufe als wir essen können. 2. Nach wie vor ist es viel zu schwül und heiß. 3. In meinem Unterbewusstsein hat sich die wertvolle Information verhakt, Salma Hayeks Geheimwaffe gegen Falten sei eine tägliche Portion mit Apfelmost getunter Knochenbrühe.

Wahrscheinlich hätte ich zu einer anderen Gelegenheit über die Suppe hinweggeblättert, zu selten landet bei uns Fleisch im Topf. So aber – Birnen sind im Haus und müssen weg // kaltes und leichtes Essen ist mehr als willkommen // jünger werden auch wir nicht – war klar, es ist die perfekte Suppe für diesen Moment!


Rezept
für 2 Personen

3 Markknochen (ca 500g)
1 l Wasser
200 g Rinderbrust
1 EL Sojasauce
1 walnussgroßes Stück Ingwer, in Scheiben
1/2 EL Peperoncini bzw. nach Geschmack

2 Gaishirtle (oder eine normalgroße, knackige, säuerliche Birne)
1 Stück Gurke, knapp 10 cm
2 Eier

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Auberginen mit Tomate, Creme-fraiche und Dill

Der Anblick der an unserer Küchenheizung haftenden 3 in 1-Kühlschrankmagnet-Flaschenöffner-Visitenkarte des russischen Supermarktes, den ich bei meinem letztjährigen Berlinbesuch in der Nähe der Wohnung meiner Freundin J. entdeckt habe, rief bei mir bisher meist den Gedanken hervor, dass es tatsächlich auch praktische Werbegeschenke gibt. Bei den derzeitigen Temperaturen ruft er mir aber vor allem die mit Salaten, Piroggen und anderen leckeren Kleinigkeiten bestückte Frische-Theke in Erinnerung, die ich momentan sehr gerne in unserer Nähe hätte.

Doch ich sitze am anderen Ende des Landes und muss mir somit meinen Favoriten selber nachbauen. Das geht aber, wenn man gebratene Auberginen zur Hand hat, super fix und lohnt sich sehr – die Kombination von Auberginen und Dill, zwei von mir bis dato nicht miteinander in Verbindung gebrachte Aromen, ist super, ebenso die von gebratener Aubergine und roher Tomate. Und selbst die Knoblauchmajo passt besser dazu, als sich das vielleicht anhört, um nicht zu sagen richtig gut, wobei ich im Gegensatz zu den Vorschlägen des Internets nicht Majo pur nehme, sondern sie großzügig mit Crème Fraiche strecke.

Alles in allem ein leckerer, schneller Abendbrot-Begleiter und ein gutes Mitbringsel für Grill- und andere Sommer-Buffets.


Rezept

1 mittelgroße Aubergine (ca 300 g)
1-2 Tomaten
1/2 Becher Creme fraiche (75g)
1 guter TL Majo
1 Zehe Knoblauch
Dill

Auberginen in Scheiben schneiden, salzen, etwas stehen lassen, abwaschen, braten und abkühlen lassen. Währenddessen die Creme fraiche mit der Majo und dem gepressten Knoblauch verrühren, salzen und kalt stellen. Tomaten in Scheiben schneiden, Dill zupfen.
Wenn die Auberginen kalt sind, alle Zutaten nach Gusto stapeln, klappen oder rollen.

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Pasta mit Erbsen und Schinken

Erbsenkonfetti

Hurra, die ersten Erbsen!! Was kümmert uns da, dass ich mir die ebenfalls ersten Zuckerschoten habe wegschnappen lassen – ein gemütlich vertrödelter Samstagvormittag wiegt das auf, und vor unseren Nudeltellern sitzend wünschen wir uns kein anderes Essen außer vielleicht ein ganz kleines bisschen die „Urform“ aus frisch-verliebten Zeiten. Die war mit Oregano, doch wir hatten damit sowohl in frischer als auch getrocknetem Form in jüngerer Vergangenheit häufig Pech hatten, weshalb wir inzwischen Minze und Basilikum den Vorzug geben.


Rezept
für 2 Personen

500 g Erbsen > gedöppt zwischen 150 und 200 g
50 g gekochter Schinken, gewürfelt
100 ml Sahne
3 Frühlingszwiebeln
Minze, Basilikum
300 g Nudeln

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Ricotta-Gnocchi

Zeit ist Geld“ heißt es da manchmal. Man möge bitteschön seine Stunden nicht vertrödeln, sondern durch emsiges Tun in klingende Münze verwandeln, mit der man sich dann Dinge kaufen kann oder die Zeit anderer Leute, damit sie das für einen machen, für das man keine Zeit mehr hat oder was man selbst nicht kann oder mag. Oder die schließlich selbst anfängt für einen zu arbeiten.
Wenn die geleistete Arbeit nicht viel wert war oder es nicht genug Arbeit gab, wechselte so mancher Wohnort oder -land, mal mehr, mal weniger mit Erfolg. Einwanderer aus Italien, die auf der Suche nach einem besseren Leben nach Argentinien ausgewandert waren aber immer noch lediglich gerade mal so über die Runden kamen, rollten, während sie auf das Sich-Auszahlen des geleisteten Arbeitseinsatzes warteten, am Monatsende gemeinsam Gnocchis, die waren billig in der Herstellung: Kartoffeln, Mehl, Ei. Dazu etwas Öl und Käse. Immerhin aber scheint es ausgewogen: wenig Geld, dafür genug Zeit, um nach Feierabend im Kreis von Familie und Freunden arbeitsintensive Gerichte zu zaubern. Während der, so denken wir uns, der seine Zeit erfolgreicher zu Geld zu machen verstand, nach spätem Arbeitsschluss, wenn alle Restaurants bereits geschlossen waren, keine Muße mehr für Kocheskapaden hatte und tiefer in die Tasche greifen musste (Ricotta statt Kartoffeln und mehr Parmesan) um zumindest noch diese Schnell-Gnocchis machen zu können, die vor einigen Jahren als 15-Minuten-Gnocchi durch diverse Blogs kullerten.
Natürlich ist die Situation in der Realität nicht ganz so simpel – viele können sich trotz harter – und langer – Arbeit gerade oder noch nicht mal das Nötigste kaufen und mehr Geld heißt auch nicht immer mehr Arbeit. Auch ich habe heute nicht deshalb 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi machen können, weil ich gestern länger gearbeitet hätte, sondern weil ich das Glück habe, pünktlich Feierabend machen und meine eigentlich zum Vor-Feiertags-Einkauf vorgesehene Zeit mit einem Kollegen verquatschen zu können und dennoch im Kühlschrank eine eiserne Ricotta-Reserve zu haben, so dass wir heute trotz Trödelei lecker – und schnell – essen konnten. Gut, sich das ab und zu vor Augen zu führen.


Rezept
für 2 Personen

1 Packung Ricotta
1 Ei
50 g Parmesan, plus mehr zum Darüberreiben
50 g Mehl
Butter
Salbei
1 dicke Zehe Knoblauch

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Neues Kraut mit Zitrus // Tempeh mit Galgant und Zitronengras

Statt der Zuckerschoten, die ich bei meinen Marktbesuchen seit einigen Wochen bislang vergeblich herbeizusehnen versuche, ist gestern ein Kopf Neues Kraut in meiner Einkaufstasche gelandet. Wer da denkt, das sei eine recht klägliche Alternative und man bräuche nach den ganzen Winter-Wirsings, Weiß-, Grün-, Rot- und Rosenkohls im an Fahrt gewinnenden Frühling erst mal nicht noch mehr von der Bagage, möge sich eines Besseren belehren lassen. Frisches Kraut ist eine wirklich leckere Angelegenheit und in der heutigen Variante, in der es sich diverse Zitrusnoten durch die Blätter hat wehen lassen, passt es wunderbar ans Ende eines super-sonnigen Frühjahrs-Samstags. Dazu gab es indonesischen Tempeh mit Galgant, Zitronengras, Knoblauch und Gewürzen nach dem Rezept von Anita aka Daily Cooking Quest und sri-lankisches Kokos Sambal – ein ganz schönes Mischmasch an Rezepten, aber allesamt jedes für sich und auch in der Kombination sehr lecker sind. Dazu Reis.


Zutaten
für 2×2 Personen

Tempeh:
1 Block Tempeh
50 g Galgant
2 Stängel Zitronengras
3 dicke Knoblauchzehen
1 Zwiebel
(2 Blätter indonesischer Lorbeer und drei Lichtbaumnüsse > weggelassen)
1 TL Kurkuma
1 TL Koriander
1 TL Macobado
1 TL Salz
1/2 l Wasser
Salz

Zitruskraut
1 kg Weißkraut
20 Kaffir-Limettenblätter
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
2 Limetten; Saft und abgeraspelte Schale
1 EL Kokosfett oder anderes Öl

Kokos-Sambal
8 gute EL Kokosraspeln
Limettensaft
Peperoncini
Koriander

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