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Rotwein-Radicchio

Gut möglich, dass sich bei der ganzen anstehenden Feierei beim Aufräumen eine nicht ganz zur Neige geleerte Rotweinflaschen findet. Die sollte man keineswegs in den Ausguss gießen sondern lieber in den Kochtopf, in die Tomatensauce etwa oder in die Linsen, denn im Essen machen sich abgestandene Weinreste oft noch mal ganz ausgezeichnet .
Besonders gerne mag ich im Moment die Idee aus meinem Kartoffel-Kochbuch, Radicchio in reichlich Rowein einzukochen und das Ganze unter die Bratkartoffeln zu mischen. Hat man neben dem Rotwein- auch noch einen Kartoffelrest – auch dies ist zu dieser Jahreszeit in Anbetracht der erhöhten Raclette-Dichte gut möglich, bietet sich das Rezept geradezu an – man könnte sich sogar überlegen, dafür zu sorgen, dass die entsprechenden Reste übrigbleiben.


Rezept
für 2×2 Personen

300 ml Rotwein
600 g Rotkohl
60 g Rosinen
4 Lorbeerblätter
1 kleine Kartoffel
1 EL Zucker
25 g Butter

1,5 kg Kartoffeln
2 gehäufte EL Thymian
1 Zwiebel
Öl, Butter

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Zwischensnack: Herbstsalat mit Blumenkohl, Radicchio und Apfel

Den Herbstmarkt betrachte ich meist aus der Perspektive des „noch warm genug“. Noch immer ist es zu meiner großen Freude warm genug für Auberginen. Und, wie schön, auch noch für die allerletzten Spät-Spät-Zwetschgen! Tomaten? Nur den Rest an Cocktailtomätchen lass‘ ich geschmacklich noch als solche durchgehen; bei den normalen ist das Aroma bereits nach Süden bzw. ins nächste Jahr geflogen. Auf dem Weg von Sommer nach Winter ist es jedes Jahr ist es das Gleiche; mit leiser Wehmut achte ich auf das Schwindende und dabei entgeht mir fast, dass diese Zeit des Übergangs für manch empfindsame Pflänzchen einen zweiten Frühling darstellt: es gibt noch einmal Kresse, die in der Sommerhitze keinen Vormittag auf dem Marktstand überstand; der Spinat, den die hohen Temperaturen ebenfalls schnell welken liessen, fühlt sich wieder pudelwohl, ebenso der schnörkelige Romanesco sowie sein weniger filigraner Anverwandter, der schnöde Blumenkohl. Letzterer ist zwar einen Großteil des Jahres recht präsent, doch auch er bevorzugt die frische Herbstluft, da für eine optimale Blütenbildung kühlere und feuchtere Luft ideal ist. Es wird ihn zwar noch bis in den Winteranfang hinein geben, doch ist er, frisch geerntet, gerade besonders fein und so zart, er noch nicht mal gekocht werden braucht. Für den Salat einfach zwei Hände voll kleine Blumenkohl-Röschen in 1-2 EL Weißweinessig marinieren, mit einem in Spalten geschnittenen Apfel und gezupftem Radiccio vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, etwas Olivenöl, Petersilie und geröstete Haselnüsse drüber – fertig.

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Petits farcis – gefüllte Gemüselchen

Hübsch anzusehendes Essen in kleinen Dimensionen hat bei mir einen Stein im Brett. Egal ob salzig oder süß, schnell bin ich entzückt beim Anblick von verschnörkelten Törtchen in französischen Bäckereien, Willkommensgrüßen aus der Küche, orientalischen Gebäckstücken und vielem, was da so in Form von Spießchen, Stäpelchen, Täschelchen und Röllchen daherkommt.

Es ist insofern keine Überraschung, dass ich mich sofort angesprochen fühle, wenn sich ein Gericht „Petits farcis“, kleine Gefüllte nennt, insbesondere wenn es sich um kleine Auberchinchen, Zucchinis und Paprikas handelt, die ich ja auch in ausgewachsenem Zustand sehr schätze. Seit wir sie erstmalig in Südfrankreich gegessen haben, haben sich die Miniaturgemüse mit dem rhythmisch nachschwingenden Namen in unserer Erinnerung festgehakt, heute habe ich mich endlich mal ans Nachkochen gemacht zur Feier der Tatsache, dass ich mich vom Zustand des klein und süß-Seins mal wieder ein bisschen weiter entfernt habe.


Rezept
für 4 mal 2 Personen

4 kleine Auberginen
2 kleine Zucchini
4 kleine Paprika
8 Zwiebeln
8 kleine Tomaten
insgesamt bei uns ca 2,2 kg

für die Füllung:
250 g Rindergehacktes
250 g Kalbfleisch (Nuss)
250 g gekochter Schinken
> zusammen also ca. 3/4 kg
2 Eier
2 Brötchen, in Milch eingeweicht und ausgedrückt
2 EL Petersilie, gehackt
2 EL Basilikum, feinst gezupft
2 TL Thymian
2 TL Rosmarin, klein geschnitten
1 TL getrockneter Majoran
4 Zehen Knoblauch, gepresst

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Pasta alla Norma

Nach drei Wochen urlaubsbedingter Abwesenheit ist der herbstliche Unterton in der Luft deutlich wahrnehmbar. Plötzlich sind sommergemüselose Zeiten plötzlich wieder vorstellbar. Also kochen wir schnell töpfeweise Tomatensauce ein, solange die Tomaten noch aromatisch und in solchen Mengen erhältlich sind, dass wir den Überschuss und die leicht ramponierten Exemplare zum Suppentomaten-Super-Sonderpreis erhalten.

Während A. für die Wintervorräte schnibbelt und köchelt, staube ich ein paar Einzelexemplare ab und mache für den Abend Nudeln mit Tomatensauce, Auberginen und dem letzten schönen Basilikum. Im sizilianischen Catania, wo man diese Pasta offenbar genauso liebt wie ich, heißt sie alla Norma, angeblich benannt nach dem bekanntesten Werk des bekanntesten Sprösslings dieser Stadt, dem Komponisten Vincenzo Bellini. Nach dem grandiosen Erfolg der 1831 uraufgeführten Oper soll es in Catania ein Ausdruck größter Anerkennung gewesen sein, wenn etwas mit ihr verglichen wurde, und angeblich wurde noch knapp ein Jahrhundert später der cataneser Schauspieler Nino Martoglio angesichts eines Tellers bis dato namenloser Pasta zu dem Ausruf “Chista è ’na vera Norma” verleitet, worauf sie ihren Namen weg hatte. Erscheint irgendwie an den Haaren herbeigezogen? Durchaus, doch wenn ich bedenke, dass A. besonders ansehnliche Kochergebnisse (etwa eine Pfanne voll makellos gerösteter Auberginenscheiben) mit dem Lob „die sehen ja aus wie lauter kleine Ferraris“ auszeichnet, bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher…


Rezept
für 2 Personen

1 mittelgroße Aubergine
ca. 800 g Tomaten
2 dicke Zehen Knoblauch
250-300 g Nudeln
1 Mozzarella (gehört nicht ins „Original“)
Ricotta salata oder Pecorino
Basilikum
Olivenöl

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Kalte koreanische Nudel-Rindfleischsuppe mit Birne und Gurke

kalte koreanische Rindfleisch-Nudelsuppe mit BirnenManchmal fügt sich, und wenn auch nur im ganz Kleinen, alles auf wunderbare Weise zusammen. Und noch während ich das schreibe, bin ich erschüttert über den anmaßenden Pathos dieser Worte angesichts der Banalität der Tatsache, dass der Ort dieses Sich-Zusammenfügens eine Suppenschale ist und das alles gerade mal aus diesem Dreierlei besteht: 1. wir befinden uns momentan in dem kurzen Zeitfenster, wo es Gaishirtle gibt, diese kleinen, süßen, saftigen Birnchen, bei denen ich vor lauter Freude über ihr Erscheinen immer vergesse, dass sie nicht lange halten und so immer mehr kaufe als wir essen können. 2. Nach wie vor ist es viel zu schwül und heiß. 3. In meinem Unterbewusstsein hat sich die wertvolle Information verhakt, Salma Hayeks Geheimwaffe gegen Falten sei eine tägliche Portion mit Apfelmost getunter Knochenbrühe.

Wahrscheinlich hätte ich zu einer anderen Gelegenheit über die Suppe hinweggeblättert, zu selten landet bei uns Fleisch im Topf. So aber – Birnen sind im Haus und müssen weg // kaltes und leichtes Essen ist mehr als willkommen // jünger werden auch wir nicht – war klar, es ist die perfekte Suppe für diesen Moment!


Rezept
für 2 Personen

3 Markknochen (ca 500g)
1 l Wasser
200 g Rinderbrust
1 EL Sojasauce
1 walnussgroßes Stück Ingwer, in Scheiben
1/2 EL Peperoncini bzw. nach Geschmack

2 Gaishirtle (oder eine normalgroße, knackige, säuerliche Birne)
1 Stück Gurke, knapp 10 cm
2 Eier

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  • gerade auf dem Markt:

    (in Klammern Stehendes ist gerade erst am Kommen oder bereits am Gehen und daher evtl. nicht uneingeschränkt verfügbar)

    Gemüse:
    Blumenkohl
    Brokkoli
    (Butterrüben)
    Champignons
    (Chicoree )
    Chinakohl
    Endivien
    (Feldsalat)
    Fenchel
    (Grünkohl)
    Kartoffeln
    Kohlrabi
    Kresse
    (Kürbis)
    Lauch
    Mangold
    Mohrrüben
    Pak Choi
    (Pastinaken)
    (Petersilienwurzel)
    Radicchio
    Rote Beete
    Rotkohl
    Rucola
    Sellerie, Knollen-
    Sellerie, Stangen-
    Schwarzwurzeln
    (Spinat)
    Wirsing
    Vulkanspargel
    Zwiebeln

    Kräuter:
    Koriander
    Petersilie
    Rosmarin
    Salbei
    Thymian

    Obst:
    Äpfel
    Birnen

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