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Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Ofen, köstlich

Aus purer Faulheit habe ich heute Abend den Ofen angeworfen – ich war platt nach der Arbeit und hatte weder Lust auf langes am Herd stehen noch auf viel Geschnibbel und schon gar nicht auf eine Spüle voller Töpfe.
Ofengemüse also, aus dem was da war – vom Samstagseinkauf übrig gebliebene grüne Paprika und Tomaten – sowie dem, was immer da ist – Zwiebeln, Knoblauch und Oliven. Und auch wenn sich das schon im Vorneherein nicht unvielversprechend anhörte, waren wir beide recht überrascht (und vor allem ganz hingerissen) von dem köstlichen Geschmack, den die paar Zutaten da ohne viel Zutun in der Auflaufform entwickelt hatten. Oft braucht es eben gar nicht mehr als den Eigengeschmack der Dinge – so sie denn so gut harmonieren wie in diesem Fall.


Rezept
für 2 x 2 Personen

500 g grüne Paprika
500 g Tomaten
4 Zwiebeln
6 Zehen Knoblauch
16 schwarze, aromatische Oliven (wir: Kalamata)
Olivenöl, Salz, Pfeffer

dazu Brot

*          *          *

Den Ofen auf 200° heizen. Die Zwiebeln in Spalten schneiden, in der Auflaufform mit ordentlich Salz und einem großzügigen Schuss Olivenöl (bestimmt 50 ml) vermischen und im Ofen glasig braten. Währenddessen den Knoblauch in Scheiben schneiden, die Paprika in grobe Stücke und die Tomaten in Hälften. Wenn die Zwiebeln glasig sind, die Paprika und den Knoblauch untermischen, pfeffern und ggf. nachsalzen. Die Tomatenhälften auf der Mischung verteilen und mit etwas Salz bestreuen. Weiterbraten, bis die Gemüse nach Geschmack bissfest/weich sind, kurz vor Ende der Backzeit die Oliven dazugeben.

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Šaltibarščiai

Seit ein paar Wochen beherbergen wir eine Kefir-Kultur, die im Dunkel unserer Flur-Kommode unermüdlich Milch in Kefir umwandelt. Alle zwei Tage gibt es ein kleines Gläschen, und da ich im Kefir-Verzehr noch nicht so routiniert bin, als dass ich mit der Produktion der Pilzchen Schritt halten würde, haben sich im Nu so einige kleine Gläschen in unserem Kühlschrank angesammelt.

Also habe ich mich mal umgeschaut, was man mit Kefir so alles machen kann und bin dabei auf die unaussprechbare litauische Suppe Šaltibarščiai gestoßen, die neben Kefir noch Rote Beete, Gurke, Eier und Dill enthält, eisgekühlt gegessen wird und sich im Sommer in Litauen offenbar größter Beliebtheit erfreut. Für alle, die säuerlichen Aromen nicht abgeneigt sind genau das Richtige für die derzeitige Hitze!


Rezept
für 2 Personen

1 gekochte Rote Bete
1 frische kleine Vespergurke
2 hartgekochte Eier
500 ml Kefir
1 guter Esslöffel Sauerrahm (24%)
1 Bund Dill
½ TL Salz

300 g Kartoffeln.

*          *          *

Rote Beete raspeln. 1 Eigelb zerdrücken. Gurke, Eiweiß und das zweite Eigelb in kleine Würfel schneiden. Das zerdrückte Eigelb mit dem Kefir und dem Sauerrahm vermischen. Dill, Rote Beete und Gurke, Dill und Ei unterrühren, etwas Dill und Ei zur Dekoration zurückhalten. Die Suppe gut durchkühlen lassen, noch mal umrühren und mit Ei und Dill bestreuen.

Dazu heiße Kartoffel, gerne auch halbiert und angebraten.

 

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asiatisch angehauchte Nudeln mit Sesamsauce und Frühlingszwiebeln

So blau war an diesem Wochenende mit einem Mal der Himmel, dass es vor allem der Appetit nach Frühlingsluft und Draußen-Sein war, der gestillt werden wollte, nicht der nach Essen.

Am Ende haben wir natürlich doch noch lecker gegessen, nämlich diese Nudeln mit asiatisch inspirierter Sesamsauce (aka aufgemotzer Tahini), die auf einem kalten Nudelgericht von Lottie und Doof basieren. Beim Überfliegen hatte ich sie als warmes Schnellgericht abgespeichert und konnte mich von dieser Vorstellung beim Nachkochen nicht mehr lösen, so dass sich nach und nach dieses Essen herauskristallisiert hat, das sich bestens für kochmuffelige oder zeitlich enge Abende eignet, oder eben für den Abschlusseines bis zuletzt im Freien verbrachten Tages passt.


Rezept
für 2 Personen

250 g Capellini
6 Frühlingszwiebeln
2 gute EL Tahini
2 EL Sesamöl
1-2 EL Limettensaft oder Reisessig
3 EL Sojasauce
1EL Sesam
1 EL Szechuan-Pfeffer
1/2 TL Chiliflocken
1 EL brauner Zucker
2 Zehen Knoblauch
1 guter TL feingehackter Ingwer

6 Radieschen

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Kartoffelsuppe mit Nudeln, Eiern und Sauerrahm

Vor Jahren saß ich in der Bahn neben einer älteren Dame, einer unternehmungslustigen verwitwete Schweizerin, wie sich herausstellte. Wir kamen ins Gespräch, und sie erzählte, unter anderem, sehr anschaulich aus ihrem Alltag als nach langer Zeit wieder Alleinstehenden. Dabei erwähnte sie auch, dass sie früher gerne, viel und für viele Leute gekocht hätte – für Familie und für Freunde, mindestens aber für sich und ihren Mann, dass sie aber für eine Person nicht mehr so viel Aufwand betreibe. Für mich hörte sich das zuerst ein bisschen traurig an, doch ich glaube, so war es nicht gemeint – eher pragmatisch, und tatsächlich macht es ja Sinn, die Art, wie man Dinge macht, den sich wandelnden äußeren Umständen anzupassen und Prioritäten immer wieder zu überprüfen und eventuell neu zu setzen. Außerdem muss weniger aufwändig ja auch nicht schlechter oder weniger wohlschmeckend bedeuten, wie sich zeigte, als meine Sitznachbarin ergänzte, dass sie nach wie vor sowohl gerne koche als auch esse – nur eben anders und dass sie sich deshalb in den letzten Jahren eine Rezeptsammlung mit unkomplizierten und schnellen Rezepten zugelegt habe.

Nach ihrem Favoriten gefragt – denn unkompizierte, schnelle Rezepte sind ja auch bei uns ein Dauerthema – nannte sie sofort diese Kartoffelsuppe und bot an, denn es nahte Fulda und sie musste umsteigen – mir das Rezept zu schicken, denn die Suppe sei wirklich gut. Tatsächlich bekam ich einige Zeit später Post aus der Schweiz, die ich leider fast unmittelbar velegte. Bei einer Aufräumation ist das Rezept vor einigen Monaten wieder aufgetaucht, was mich sehr gefreut hat – die Suppe ist wirklich lecker und lässt mich beim Nachkocchen immer wieder an diese schöne Begegnung denken.


Rezept
für 2 Personen

3/4 l Wasser
4 mittelgroße Kartoffeln (400-500 g)
1 kleine Mohrrübe
1/2 Stange Lauch
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 kleine Tasse Hörnli- oder andere kleine Nudeln
1 EL Majoran
1 TL Paprika
1 EL Essig

2 Eier
Sauerrahm

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Rotwein-Radicchio

Gut möglich, dass sich bei der ganzen anstehenden Feierei beim Aufräumen die ein oder andere nicht ganz zur Neige geleerte Rotweinflasche findet. Anstatt die Reste mit leisem Bedauern in den Ausguss zu gießen, kann man sie lieber mit Radicchio und  Rosinen zu einem köstlichen, bittersüß-musigen Schlonz einkochen lassen, der ganz vorzüglich zu Bratkartoffeln passt. Und die Chancen auf übriggebliebene Kartoffel stehen ja auch nicht schlecht.


Rezept
für 2×2 Personen

300 ml Rotwein
600 g Rotkohl
60 g Rosinen
4 Lorbeerblätter
1 kleine Kartoffel
1 EL Zucker
25 g Butter

1,5 kg Kartoffeln
2 gehäufte EL Thymian
1 Zwiebel
Öl, Butter

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  • gerade auf dem Markt:

    (in Klammern Stehendes ist gerade erst am Kommen oder bereits am Gehen und daher evtl. nicht uneingeschränkt verfügbar)

    Gemüse:
    Blumenkohl
    Brokkoli
    (Butterrüben)
    Champignons
    (Chicoree )
    Chinakohl
    Endivien
    (Feldsalat)
    Fenchel
    (Grünkohl)
    Kartoffeln
    Kohlrabi
    Kresse
    (Kürbis)
    Lauch
    Mangold
    Mohrrüben
    Pak Choi
    (Pastinaken)
    (Petersilienwurzel)
    Radicchio
    Rote Beete
    Rotkohl
    Rucola
    Sellerie, Knollen-
    Sellerie, Stangen-
    Schwarzwurzeln
    (Spinat)
    Wirsing
    Vulkanspargel
    Zwiebeln

    Kräuter:
    Koriander
    Petersilie
    Rosmarin
    Salbei
    Thymian

    Obst:
    Äpfel
    Birnen

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