Rote Beete mit getrüffelter Meerrettich-Creme fraiche

Irgendwann ist auch auf dem Markt klar, dass Schluss ist mit Herbst. Dann entkorken wir eine Flasche Trüffelöl. Wollen wir uns mit einem Hauch Luxus darüber hinwegtrösten, dass jetzt das Angebot für mehrere Monate recht mickrig ausfallen und es einige unsere Lieblingsgemüse viel zu lange nicht mehr geben wird? Vielleicht. Es ist aber unbestreitbar so, dass Trüffelöl zu einigen Vertretern der bitter-herben Kohl-Knollen-Wurzel-Fraktion, die jetzt den Ton angeben wird, ganz ausgezeichnet passt und uns so den Einstieg in den Winter erleichtert.

Zum Auftakt gibt es einen meiner eindeutigen Favoriten. Hier fügt das Trüffelöl der Meerrettich-scharfen Creme-fraiche und der erdigen Süße der Roten Beete eine ätherische Note hinzufügt, was ihnen gut bekommt. Einfach einen Becher Creme fraiche nach Gusto mit Meerrettich, Trüffelöl und etwas Salz abschmecken und im Kühlschrank durchziehen lassen – Achtung, sie schärft noch etwas nach! Rote Beete kochen, abkühlen lassen, in Viertel/Hälften/Scheiben schneiden und auf einem Teller verteilen. Mit Creme fraiche-Klecksen versehen und großzügig mit Schnittlauch bestreuen. Bei fortgeschrittenem Winter geht auch feinst geschnittenes Hellgrün vom Lauch.

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Bohnen mit Tomaten und Zwiebeln, türkisch

Aus einem Mini-Urlaub in Südfrankreich Anfang September habe ich dieses Bohnenrezept mitgebracht, das ebenso genial ist wie simpel: Die Bohnen werden auf eine Lage angebratener Zwiebeln geschichtet und von ihnen so lange vor dem Anbrennen geschützt, bis die langsam zerfallenen Tomaten so viel Flüssigkeit freigegeben haben, dass Bohnen, Zwiebeln und Tomatenfestsubstanz langsam darin gar schmoren können. Gute Zutaten vorausgesetzt strotzt Ergebnis nur so vor Geschmack – definitiv ein Favorit dieses Spätsommers!


Rezept
für 2 Personen

500 g grüne Bohnen
4 Tomaten (ca 300 g)
2 Zwiebeln
Olivenöl, Pfeffer, Salz

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Pkhali (ფხალი) – georgisches Walnuss-Kräuter-Gemüse-Etwas

Neugierig gemacht durch die Prophezeihung eines kochbuchversierten Antiquars, die georgische Küche sei die kommende kulinarische „Entdeckung“, habe ich mir vor einiger Zeit das von ihm empfohlene Buch sofort und nach nur oberflächlichem Durchblättern gekauft. Beim genaueren Sichten der Rezepte zeigte sich dann aber, dass in Georgien Walnüsse offenbar ein zentrales Grundnahrungsmittel sind, und ausgerechnet auf Walnüsse ist A. allergisch. Somit war das Thema erst mal vom Tisch, bis es sich neulich auf einer Feier in Form eines hammerleckeren, in Walnuss-Sauce schwimmenden Hühnchens wieder in Erinnerung rief. In der Hoffnung auf ebenso verlockende, aber nusslose Gerichte durchsuchte ich in den folgenden Tagen das Internet und entdeckte tatsächlich die ein oder andere Alternative, vor allem aber Unmengen von vor Walnüssen nur so strotzenden Köstlichkeiten. Da ich, ganz nebenbei, Walnüsse liebe und auch vertrage, kapitulierte ich schließlich vor dem mich am meisten lockenden Rezept: Pkhali, ein, nun ja, Pamps aus Walnüssen, Kräutern und verschiedenen Gemüsen. Für mich gab es das Original, für A. eine entschärfte Allergikervariante. Volltreffer (beide Versionen)!

phkalis

Es sieht übrigens sehr hübsch aus, wenn man – für ein Buffet oder einfach nur einen besonders schön gedeckten Tisch – das fertige Phkali zu leicht abgeflachten Bällchen formt und mit Granatapfelkernen bestreut. Nachdem wir uns total verkalkuliert hatten, wie lange es brauchen würde, die benötigten Kräutermengen kleinzuhacken, wollten wir jedoch nur noch essen und keinerlei Zeit mehr mit Dekogepussel verbringen. Später mal.


Rezept

600 g Spinat
oder 500 g Rote Beete

100 g Walnüsse / Mix aus Mandeln, Haselnüssen und Macadamianüssen
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
15 g Koriander
15 g Petersilie
10 g Estragon
2-3 EL Essig
1 TL Koriander
1/2 TL Paprika
1/2 TL Schabzigerklee
Salz, Pfeffer

zum Anrichten: Granatapfelkerne, Salatblätter

dazu: Brot, rohes Gemüse (Gurken, Karotten, Kohlrabi…)

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Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchenrezepte, zumindest wenn die Richtung klassisch-herbstlich-süddeutsch sein soll, unterscheiden sich kaum. Hat man ein paar Grundentscheidungen getroffen (Speck – nein, Hefeteig – ja), ist die Zubereitung meist sehr ähnlich. Die Welt braucht m e i n  Zwiebelkuchenrezept also nicht, da bin ich realistisch. Ich brauche es aber, denn jedes Jahr weiß ich zwar noch, dass ich mehr Zwiebelbelag verwende, als die meisten Rezepte, aber wieviele…? und wieviel die meisten Rezepte verwenden…? Also lese ich mich jedes Jahr neu stichprobenhaft durch diverse Rezepte, um den Durchschnitt der verwendeten Zwiebeln zu ermitteln und dann pi mal Daumen mehr zu nehmen. Oder sage ich mir jedes mal „da runden wir doch mal auf’s glatte Kilo auf!“? Ich weiß es nicht. Deshalb also hier m e i n  Zwiebelkuchenrezept, damit ich in Zukunft gleich bei mir selbst schauen kann.

 

200 g Mehl
1 Ei
50 g Öl (oder Butter)
15 g Hefe
1 Prise Zucker

1 kg Zwiebeln
2 Eier
1 EL Mehl

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Jaengban Guksu (쟁반국수) – kalte Sobanudeln mit rohem Gemüse und Chillisauce, koreanisch

Was beim Servieren noch sehr nach Rohkostplatte mit ein bisschen Protein und Kohlenhydraten anmutet, wird dank Chilidressing im Handumdrehen zu einem pikanten, knackig-frischen Nudelsalat. Schnell gemacht und dann auch noch uneingeschränkt lecker ist dieser koreanische Augen- und Gaumenschmaus das perfekte Abendessen für den hochsommerlichen Tagesausklang, den man lieber auf dem Balkon als in der Küche verbringen möchte.

jaengbanguksu

Rezept
2 Personen

ca 500 g Gemüse
wer mag inkl. säuerlichem Apfel
2 Eier
2 Bund Sobanudeln

Sauce
knapp 1 TL zerdrückter Knoblauch
knapp 1 TL geriebener Ingwer
2 EL Gochugaru (recht milde, knallrote koreanische Chiliflocken)
2 EL Sojasauce
2 EL Reisessig
3 TL Zucker
1 EL Sesam
1 EL Sesamöl

+ optional 1 Schluck Orangensaft
+ optional 1 gestr. TL Gyeoja (scharfes Senfpulver), mit etwas Wasser verrührt

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