Pasta mit Erbsen und Schinken

Erbsenkonfetti

Hurra, die ersten Erbsen!! Was kümmert uns da, dass ich mir die ebenfalls ersten Zuckerschoten habe wegschnappen lassen – ein gemütlich vertrödelter Samstagvormittag wiegt das auf, und vor unseren Nudeltellern sitzend wünschen wir uns kein anderes Essen außer vielleicht ein ganz kleines bisschen die „Urform“ aus frisch-verliebten Zeiten. Die war mit Oregano, doch wir hatten damit sowohl in frischer als auch getrocknetem Form in jüngerer Vergangenheit häufig Pech hatten, weshalb wir inzwischen Minze und Basilikum den Vorzug geben.


Rezept
für 2 Personen

500 g Erbsen > gedöppt zwischen 150 und 200 g
50 g gekochter Schinken, gewürfelt
100 ml Sahne
3 Frühlingszwiebeln
Minze, Basilikum
300 g Nudeln

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Ricotta-Gnocchi

Zeit ist Geld“ heißt es da manchmal. Man möge bitteschön seine Stunden nicht vertrödeln, sondern durch emsiges Tun in klingende Münze verwandeln, mit der man sich dann Dinge kaufen kann oder die Zeit anderer Leute, damit sie das für einen machen, für das man keine Zeit mehr hat oder was man selbst nicht kann oder mag. Oder die schließlich selbst anfängt für einen zu arbeiten.
Wenn die geleistete Arbeit nicht viel wert war oder es nicht genug Arbeit gab, wechselte so mancher Wohnort oder -land, mal mehr, mal weniger mit Erfolg. Einwanderer aus Italien, die auf der Suche nach einem besseren Leben nach Argentinien ausgewandert waren aber immer noch lediglich gerade mal so über die Runden kamen, rollten, während sie auf das Sich-Auszahlen des geleisteten Arbeitseinsatzes warteten, am Monatsende gemeinsam Gnocchis, die waren billig in der Herstellung: Kartoffeln, Mehl, Ei. Dazu etwas Öl und Käse. Immerhin aber scheint es ausgewogen: wenig Geld, dafür genug Zeit, um nach Feierabend im Kreis von Familie und Freunden arbeitsintensive Gerichte zu zaubern. Während der, so denken wir uns, der seine Zeit erfolgreicher zu Geld zu machen verstand, nach spätem Arbeitsschluss, wenn alle Restaurants bereits geschlossen waren, keine Muße mehr für Kocheskapaden hatte und tiefer in die Tasche greifen musste (Ricotta statt Kartoffeln und mehr Parmesan) um zumindest noch diese Schnell-Gnocchis machen zu können, die vor einigen Jahren als 15-Minuten-Gnocchi durch diverse Blogs kullerten.
Natürlich ist die Situation in der Realität nicht ganz so simpel – viele können sich trotz harter – und langer – Arbeit gerade oder noch nicht mal das Nötigste kaufen und mehr Geld heißt auch nicht immer mehr Arbeit. Auch ich habe heute nicht deshalb 15-Minuten-Ricotta-Gnocchi machen können, weil ich gestern länger gearbeitet hätte, sondern weil ich das Glück habe, pünktlich Feierabend machen und meine eigentlich zum Vor-Feiertags-Einkauf vorgesehene Zeit mit einem Kollegen verquatschen zu können und dennoch im Kühlschrank eine eiserne Ricotta-Reserve zu haben, so dass wir heute trotz Trödelei lecker – und schnell – essen konnten. Gut, sich das ab und zu vor Augen zu führen.


Rezept
für 2 Personen

1 Packung Ricotta
1 Ei
50 g Parmesan, plus mehr zum Darüberreiben
50 g Mehl
Butter
Salbei
1 dicke Zehe Knoblauch

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Neues Kraut mit Zitrus // Tempeh mit Galgant und Zitronengras

Statt der Zuckerschoten, die ich bei meinen Marktbesuchen seit einigen Wochen bislang vergeblich herbeizusehnen versuche, ist gestern ein Kopf Neues Kraut in meiner Einkaufstasche gelandet. Wer da denkt, das sei eine recht klägliche Alternative und man bräuche nach den ganzen Winter-Wirsings, Weiß-, Grün-, Rot- und Rosenkohls im an Fahrt gewinnenden Frühling erst mal nicht noch mehr von der Bagage, möge sich eines Besseren belehren lassen. Frisches Kraut ist eine wirklich leckere Angelegenheit und in der heutigen Variante, in der es sich diverse Zitrusnoten durch die Blätter hat wehen lassen, passt es wunderbar ans Ende eines super-sonnigen Frühjahrs-Samstags. Dazu gab es indonesischen Tempeh mit Galgant, Zitronengras, Knoblauch und Gewürzen nach dem Rezept von Anita aka Daily Cooking Quest und sri-lankisches Kokos Sambal – ein ganz schönes Mischmasch an Rezepten, aber allesamt jedes für sich und auch in der Kombination sehr lecker sind. Dazu Reis.


Zutaten
für 2×2 Personen

Tempeh:
1 Block Tempeh
50 g Galgant
2 Stängel Zitronengras
3 dicke Knoblauchzehen
1 Zwiebel
(2 Blätter indonesischer Lorbeer und drei Lichtbaumnüsse > weggelassen)
1 TL Kurkuma
1 TL Koriander
1 TL Macobado
1 TL Salz
1/2 l Wasser
Salz

Zitruskraut
1 kg Weißkraut
20 Kaffir-Limettenblätter
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
2 Limetten; Saft und abgeraspelte Schale
1 EL Kokosfett oder anderes Öl

Kokos-Sambal
8 gute EL Kokosraspeln
Limettensaft
Peperoncini
Koriander

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Orecchiette mit Bärlauch und Schafskäse

Zur Hoch-Zeit meiner Bärlauchsammelleidenschaft vor gut fünfzehn Jahren schleppten der mit-infizierte Teil meiner WG und ich (vor allem ich?) einkaufstütenweise Bärlauch an, um ihn zu Pesto, dem Einsteiger-Rezept aller Bärlauchsammelnden, zu verarbeiten. Zunächst zum Sofort-Verzehr, dann, um Vorräte anzulegen, die uns über den kargen Sommer bringen sollten.
In meiner Erinnerung besetzten die Gläser einen nicht unbeträchtlichen Teil des Kühlschranks, wurden zuerst – da man nach solchen Massenproduktionen das Fabrizierte ja meist erst mal nicht mehr sehen kann – ignoriert, dann tatsächlich vergessen, und wenn man nach einiger Zeit wieder Appetit bekam bzw. der Kühlschrank aufgeräumt werden musste, war ein Teil angeschimmelt, vergoren oder explodierte beim Aufmachen. An den Rest traute man sich nicht mehr ran.
Die Lust auf Bärlauchpesto ist mir seitdem ziemlich vergangen, weshalb ich es auch tunlichst vermeide, unser heutiges Abendessen als solches zu bezeichnen. Auch wenn es, nun ja, gewisse Ähnlichkeiten gibt.


Rezept
für 2 Personen
25 Minuten

1 kleine Handvoll Bärlauch (ca 20 g)
75 g Schafskäse
1 guter Schluck Weißwein
1/2 TL Honig
Peperoncini
300 g Orecchiette

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Schwarzwurzelschaumsuppe mit Trüffelöl

„F R Ü H L I N G ?“ Das Wetter grinst hämisch, zeigt mir den Vogel und rauscht noch einmal so richtig in den Keller. Glaubt es etwa, ich bräuchte laue Lüftchen, um Frühlingsgefühle zu entwickeln? Pah, da bin ich flexibel – ein kleiner Frühjahrsputz im Kühlschrank tut es auch, fast zumindest. Das dabei ans Licht beförderte letzte Restchen Trüffelöl, fester Bestandteil unserer kulinarischen Wintergarderobe, wird sofort verkocht, es hat hier nicht  länger was zu suchen – so winterlich das Süppchen mit seinen Schwarzwurzeln und seiner Sahnigkeit auch anmuten mag, der Kerbel zeigt, wohin die Reise geht. Wohlan!


Zutaten
für 2×2 Portionen

500 g Schwarzwurzeln
Butter
1 kleine Zwiebel
500 ml Brühe
150 ml Sahne
100 g Sauerrahm
Kerbel

Die Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser abbürsten, mit Schale in einen Topf geben und  ca 5 Minuten kochen. Etwas abkühlen lassen, schälen. Währenddessen die Zwiebel würfeln und anbraten. Schwarzwurzeln und Brühe dazugeben und so lange köcheln, bis die Schwarzwurzeln weich sind. Mit der Sahne gut durchmixen, so dass die Suppe schön schaumig ist, auf Teller geben und mit einem Klecks Sauerrahm, einem Schlenker Trüffelöl und dem Kerbel bestreut servieren.

 

Quelle: leicht abgewandelt nach Wolfgang Lechner im Zeitmagazin

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